Chancen für Studienabbrecher

Chancen für Studienabbrecher

Was haben Bill Gates, Steven Spielberg und Günther Jauch gemeinsam? Sie haben ihr Studium abgebrochen. Das soll kein Anreiz sein, sondern viel mehr die Horrorvorstellung etwas lindern.

Ein Studienabbruch ist eine wichtige Entscheidung im Leben und sollte daher wohl überlegt sein. Dieser Ratgeber zeigt Chancen für Studienabbrecher auf und bietet eine Entscheidungshilfe für diejenigen, die mit dem Gedanken spielen.

Motive für einen Studienabbruch gibt es viele. Der Student hat finanzielle Probleme, private Sorgen, Unlust oder alle Versuche in den Sand gesetzt. Für viele Studenten stellt sich die Frage nach dem Sinn und Unsinn des Studiums. Einige wählen den Direkteinstieg in ein Unternehmen, machen sich selbstständig oder gehen den Weg einer klassischen Berufsausbildung. Auch mangelnde Leistungen können zum Weggang von der Universität führen. Um eines vorwegzunehmen. Auch Studienabbrecher haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

25 Prozent aller Studierenden, egal ob FH oder Universität, gehen vor dem Abschluss ab. Personaler werten es gemeinhin positiv, wenn ein Student diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen hat, sondern plausibel erklären kann. Das kann ein zu theoretischer Studiengang an der Universität sein, bei dem schnell die Frage aufkommt, ob man sich wirklich sein Leben lang damit beschäftigen will. Ist ein Abbruch schlüssig argumentiert, beweist man Entscheidungsfreudigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Das sind wichtige Charaktereigenschaften in vielen Auswahlverfahren. Durch den Akademikermangel in den letzten Jahren hat sich die Situation für Studienabbrecher mit Abi deutlich verbessert.

Auch der Staat hat das erkannt und über die Arbeitsagenturen Weiterbildungen ins Programm aufgenommen, mit denen sich auch ein Ex-Student hervorragend weiterentwickeln kann. Für alle, die gerade mit dem Gedanken eines Abgangs von der FH oder Universität spielen haben wir hier eine kleine Entscheidungshilfe zusammengestellt:

  1. Ursache Student: Liegen die Interessen in einem völlig anderen Gebiet? Vielleicht ist ein Fachrichtungswechsel sinnvoll?
  2. Ursache Hochschule: Ist die Universität zu theoretisch, so ist eine Fachhochschule die bessere Alternative.
  3. Ursache Unlust auf den letzten Metern: Wer kurz vor einem Abschluss an einer Fachhochschule oder Universität steht, sollte sich einen Abbruch ganz genau überlegen. Gerade an diesem Punkt zweifeln viele an ihren Fähigkeiten. Da hilft es oft sich vor Augen zu führen, wer schon alles diese Prüfungen gemeistert hat. Ein Student, der hier abbricht, läuft Gefahr, sich sein Leben lang deswegen Vorwürfe zu machen.
  4. Externe Beratungshilfen: Der Student, dem die Entscheidung immer noch schwer fällt, sollte sich an Studienberatungen wenden. Diese sind mehrheitlich gut informiert und stehen kompetent mit Rat und Tat zur Seite. Auch hilft es, das private Umfeld mit diesem Gedanken zu konfrontieren, da sich dadurch auch Argumente eröffnen können, die bisher im Dunkeln lagen.

Jeder Student, egal ob FH oder Universität, der sich mit dem Gedanken eines Studienabbruchs beschäftigt, sollte dies gründlich überlegen und Ursachenforschung betreiben. Liegen die Interessen woanders oder ist das Studium zu theoretisch hilft vielleicht ein Fachrichtungswechsel oder ein Wechsel der Bildungseinrichtung. Für alle, die ganz sicher abbrechen wollen, gibt es trotzdem gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, denn gut ausgebildete Fachkräfte sind Mangelware. Daher bitte möglichst alle erbrachten Leistungen bescheinigen lassen. Dann klappt es auch im zweiten Anlauf.