Das perfekte Bewerbungsfoto

Das perfekte Bewerbungsfoto

Die Bewerbung ist geschrieben und der Lebenslauf auf den neusten Stand gebracht. Bevor nun die Unterlagen abgeschickt werden können, fehlt nur noch das i-Tüpfelchen: das Bewerbungsfoto. Für viele eine lästige Nebensache. Dabei sind die kleinen Bildchen wichtiger denn je, denn Personaler sollten mitsamt der Bewerbung einen (guten) ersten Eindruck des Bewerbers erhalten. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen, um mit dem perfekten Bewerbungsfoto punkten zu können und so Ihrem Traumjob ein kleines Stück näher zu kommen.

Der ideale Fotograf

Lassen Sie Ihre Bewerbungsbilder am besten von einem professionellen Fotografen machen. Dafür können Sie zum Fotostudio Ihres Vertrauens gehen oder sich zuerst im Bekanntenkreis umhören. Alternativ können Sie sich direkt beim Fotografen Arbeitsproben zeigen lassen. Beim Fototermin selber gilt es, die eigenen Vorstellungen und Anforderungen durchzusetzen. Sollte der Fotograf nach fünf Schnappschüssen aufgeben, bleiben Sie hartnäckig und versuchen es so lange, bis Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Schließlich ist es Ihre Karriere, die von diesem Foto abhängen kann!

Der beste Zeitpunkt für Ihr Foto

Tipp

Sie müssen Ihr Bewerbungsfoto nicht jeden Monat aktualisieren, aber Sie sollten darauf achten, dass es nicht älter als ein Jahr ist.

Um sich von Ihrer besten Seite zu zeigen, wählen Sie für den Fototermin einen Tag, an dem Sie sich sowohl körperlich als auch geistig in bester Verfassung befinden. Sie sollten ausgeschlafen und stressfrei beim Fotografen erscheinen, dann fällt das Lächeln gar nicht so schwer. Da man Stress und Augenringe aber nicht voraussehen kann, erfolgt der Besuch beim Fotografen am besten spontan. Allerdings läuft man dann Gefahr, den Termin so lange vorauszuschieben, bis die Bewerbungsfrist abgelaufen ist. Deshalb empfiehlt es sich, im Kalender eine Woche zu markieren - so müssen Sie sich an einen Zeitrahmen von fünf Tagen halten.

Allerdings läuft man dann Gefahr, den Termin so lange vorauszuschieben, bis die Bewerbungsfrist abgelaufen ist. Deshalb empfiehlt es sich, im Kalender eine Woche zu markieren - so müssen Sie sich an einen Zeitrahmen von fünf Tagen halten.

Die angemessene Kleidung

Die Wahl der passenden Kleidung für das Bewerbungsfoto ist nicht leicht. Einerseits müssen Sie sich in Ihrer Haut wohl fühlen, andererseits sollten Sie optisch ins Berufsbild passen. Denn wie auch im Bewerbungsgespräch gilt: Ziehen Sie sich für den Job an, für den Sie sich bewerben. Zeigen Sie schon durch Ihre Erscheinung, dass Sie zum Unternehmen passen und dieses nach außen perfekt repräsentieren können. Hinweise zum Dress-Code finden Sie auf den Websiten der Unternehmen, wo Sie Fotos der Mitarbeiter einsehen können, oder direkt vor Ort. Wenn Sie sich bei einer Bank oder einer anderen öffentlichen Stelle bewerben, könnten Sie vorab inkognito dort vorbei schauen und sehen, was die Mitarbeiter tragen. Die „Klassiker“ wie Hemd und Bluse eignen sich eigentlich immer für ein Bewerbungsfoto. Männer können auch mit einem Jackett und eventuell einer Krawatte nichts falsch machen. Die Damen sollten darauf achten, nicht zu viel Dekolleté oder nackte Schultern zu zeigen.

Bei Bewerbern für kreative Berufe kann die Kleidung auch ausgefallener sein. Man sollte aber nicht mit verschiedenen Farben experimentieren, sonst wirkt das Foto schnell albern. Außerdem lenkt bunte und gemusterte Kleidung zu sehr vom Gesicht ab. Greifen Sie im Zweifelsfall lieber zu dunkleren und gedeckten Farben. Sie können auch mehrere Outfits zum Fototermin mitnehmen und sich vom Fotografen beraten lassen. So haben Sie im Notfall auch immer eine Alternative zum Hemd mit Kaffeefleck.

Das optimale Erscheinungsbild

Info

Die Mannheimer Doktorandin Anke von Rennenkampff hat herausgefunden, dass Bewerberinnen mit einer Portion Männlichkeit ihre Chancen viel mehr steigern, als mit weiblichen Reizen. Das betrifft sowohl Ihre Kleidung als auch Frisur, Make-up und Gesichtsausdruck.

Wichtig ist ein gepflegtes und ordentliches Auftreten. Männer sollten frisch rasiert sein und nicht zu viel Haargel verwenden. Für Damen empfiehlt sich ein dezentes und natürliches Make-up. Bei starken Rötungen oder Hautunreinheiten dürfen auch männliche Bewerber zum Puder greifen - sofern Sie auf dem Foto immer noch natürlich aussehen. Der Besuch beim Friseur sollte nach Möglichkeit nicht erst einen Tag vor dem Fototermin geschehen, da sich viele Menschen mit einer neuen Frisur erstmal unwohl fühlen. Frauen können sich für eine unkomplizierte, modische Frisur entscheiden, die nicht das Gesicht verdeckt. Offene Haare werden nach hinten gelegt, vorzugsweise aber hochgesteckt. Das wirkt professioneller.

Mit Accessoires und Schmuck sollten Sie sparsam umgehen, sonst wirkt es zu aufgesetzt oder könnte den Anschein erwecken, dass Sie von Ihrem Gesicht ablenken wollen. Piercings und Tattoos sind auf einem Bewerbungsfoto tabu. Wenn Sie Brillenträger sind, sollten Sie diese auch auf dem Foto tragen. Ziel ist ein möglichst natürliches und authentisches Bild, auf dem Sie selbstsicher und offen auftreten.

Der Gesichtsausdruck

Mit einem direkten Blick in die Kamera signalisieren Sie Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit. Der Fotograf sollte dabei auf Ihrer Augenhöhe sein, damit Sie nicht von schräg unten oder von der Seite ins Bild gucken. Ein freundliches, natürliches Lächeln wirkt zudem sympathisch und Vertrauen erweckend - aber bitte nicht zu „gekünstelt“. Wer nicht auf Knopfdruck einen freudigen Gesichtsausdruck aufsetzen kann, sollte sich vor dem Fototermin in positive Stimmung versetzen, indem man zum Beispiel den Lieblingssong hört oder an einen vergangenen Urlaub denkt. Und natürlich an den Job, den man haben möchte!

Die richtige Körperhaltung und Position

Neben der äußerlichen Gesamterscheinung ist auch die Position Ihres Körpers wichtig. Ihr Kopf sollte mittig auf dem Bild zu sehen sein, dabei ist ein seitlicher Blickwinkel mit leicht schräger Kopfhaltung möglich. Achten Sie auf eine gerade Sitzhaltung und wenden Sie sich dem Fotografen zu.

Die passende Farbe für Ihr Foto

Ob farbig oder schwarz-weiß ist Geschmackssache. Ein Bild in schwarz-weiß wirkt oft professioneller und macht die Personaler noch neugieriger. Diese Variante empfiehlt sich vor allem für Menschen, die zu Rötungen im Gesicht neigen. Wer sich für einen kreativen Job bewirbt, darf genau wie bei der Kleidung mehr Mut zur Farbe haben. Wenn es das Budget zulässt, können Sie einfach beide Varianten beim Fotografen ausdrucken lassen und zu Hause in Ruhe entscheiden.

Wohin mit dem Bild?

Wer sich „auf Papier“ bewirbt, klebt das etwa 6 mal 4,5 Zentimeter große Foto oben rechts auf den Lebenslauf. Verwenden Sie dafür keine Büroklammer oder Flüssigkleber; besser sind Fotokleber oder doppelseitiges Klebeband. Einscannen und mit ausdrucken sollten Sie das Bild nur, wenn es sehr gute Qualität und eine hohe Auflösung hat. Heutzutage geht der Trend zur Bewerbung mit separatem Deckblatt, das Sie mit Ihren Adressdaten sowie mit Ihrem Bewerbungsfoto in etwas größerem Format schmücken.