Sozialversicherungspflicht für duale Studiengänge

Sozialversicherungspflicht für duale Studiengänge

Studenten, die in einem teilweise praxisorientiertem, dualen Studiengang studieren, sind seit dem 01.02.2012 wieder sozialversicherungspflichtig.

Das Bundessozialgericht hat damit die Entscheidung vom 01.12.2009 wieder rückgängig gemacht und eine Verunsicherung unter den Studenten gelöst. Davon sind beide Phasen, sowohl der theoretische Teil an den Berufsakademien und der praktische Teil in den Ausbildungsunternehmen. Der Durchführungsweg - berufsbegleitend, praxisorientiert oder studienbegleitend - ist dabei egal.

Das Bundessozialgericht hatte im Dezember 2009 eine versicherungsrechtliche Differenzierung zwischen praxis- und ausbildungsintegrierten Studiengängen eingeführt. Dadurch hatten viele Studenten die Möglichkeit, günstig eine Private Krankenversicherung für Studenten zu erhalten. Seit dem 1. Januar 2012 sind alle Teilnehmer eines dualen Studienganges wieder sozialversicherungspflichtig, wodurch die Private Krankenversicherung wieder gekündigt werden muss.

Studenten dualer Studiengänge haben auch nun nicht die Möglichkeit auf einen Studententarif in der Gesetzlichen Krankenkasse , sie können auch nicht familienversichert werden. Betroffene Studenten werden nun Pflichtversichert in einer gesetzlichen Krankenkasse. Arbeitgeber werden künftig die Sozialbeiträge für alle Teilnehmer eines dualen Studiengangs wie üblich an deren Krankenkasse abführen müssen.