Im Zeltlager und auf Feldbetten ins Wintersemester

Im Zeltlager und auf Feldbetten ins Wintersemester

Sein Name ist Johannes Schmidt er ist 20 Jahre alt und kommt aus Kassel. Seit Oktober studiert er Materialwissenschaften an der Georg-August-Universität in Göttingen. Zurzeit hat er keine Wohnung. Johannes Schmidt besitzt nur ein Zelt. Dieses Problem betrifft viele Erstsemester.

Seit 2011 gibt es einen Engpass in der Stadt. Die Gymnasien brachten mit der G8-Reform zwei Abiturjahrgänge an die Unis, nun sind in Niedersachsen die Studiengebühren weggefallen. Von 120.000 Einwohnern gibt es in Göttingen 30.000 Studenten, 20.000 davon leben in der Stadt. Mehr geht im Moment nicht da es an Wohnungen mangelt. Für viele Studenten beginnt das Studentenleben deshalb irgendwo zwischen Freiluft-Kommune und Camping-Urlaub.

Die Stadt Göttingen blickt auf eine lange Tradition zurück, doch was die Studentenstadt nicht hat, sind genug Wohnungen, die sich ihre Studenten leisten können. Sie kämpfen mit der Wohnungsnot, wie so viele in ganz Deutschland. In Göttingen leben die Studenten in einem Zeltlager, welches sich im Garten eines Wohnheims befindet.

Hier befinden sich Einmann- Zelte, in denen die Studenten auf Feldbetten oder Isomatten schlafen. Gerne hätte Johannes Schmidt es ein bisschen wärmer und nicht so matschig, jedoch herrscht im Camp eine lustige Atmosphäre und man lernt nette Menschen kennen. Ursprünglich kam er mit zwei Freunden aus Kassel nach Göttingen um eine WG zu gründen. Doch im Camp lernten sie noch jemanden kennen, nun suchen sie zu viert.

Quelle: http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2014-10/wohnungsnot-studenten-uni-goettingen