Was kann man im Studium für das (Berufs-)Leben lernen?

Was kann man im Studium für das (Berufs-)Leben lernen?

Viele Absolventen oder Studenten, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, zerbrechen sich den Kopf darüber, wie sie den richtigen Einstieg in die Berufswelt schaffen. Viele zweifeln daran, nicht gut genug vorbereitet zu sein und zu wenig Praxiserfahrung zu haben. Was sie jedoch unterschätzen: Fast jedes Studium bereitet einen unbewusst auf die Berufswelt vor. Im Folgenden finden Sie Beispiele, die diese Theorie bestätigen - und Ihnen auch bei der Argumentation im Bewerbungsgespräch helfen können.

Menschenkenntnis

Direkt von Beginn an suchen sich die meisten Studenten gleich gesinnte Kommilitonen aus. Man entwickelt eine gute Menschenkenntnis und stellt schneller Sympathien fest. Eine Fähigkeit, die einem besonders in der Arbeitswelt weiterhilft. Denn auch da müssen Sie für sich entscheiden, ob das Team zu Ihnen passt und Sie auch zum Team passen. Dies kann man schon im Vorstellungsgespräch abwägen.

Eigenverantwortung

Was lehrt einem das Studium an erster Stelle? Ganz klar - Eigenverantwortung zu übernehmen. Man muss sich um alles alleine kümmern, die Wohnungssuche, den Haushalt, die Finanzen. Die wohlbehütete Zeit bei den Eltern ist vorbei. Auch wenn das für viele eine große Umstellung ist, hilft Ihnen die Verantwortung im Arbeitsalltag. Eigenverantwortliches Arbeiten ist das A und O in der Berufswelt. Sie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, egal in welchem Berufsfeld Sie arbeiten.

Organisationstalent

Wem es schwer fällt sich gut zu organisieren, der kann diesem Problem bis spätestens zum zweiten Semester „Auf Wiedersehen“ sagen. Denn wenn man als Student eins lernt, dann ist es sich selbst gut zu organisieren. Kurse wählen, Klausurphasen planen und Freizeit einteilen - alles muss gut strukturiert sei, sonst verliert man schnell den Überblick und es endet im Chaos. Gute Organisation wird auch im Beruf vorausgesetzt.

Wissenserwerb

Ähnlich wie das Organisieren, lernt man als Student sich Wissen selbst anzueignen. Das macht Sie für viele Arbeitgeber attraktiv. Denn niemand möchte Sie über acht Monate lang einarbeiten. Je schneller sie fit im Job sind, desto besser. Da man im Studium lernt, wie man welche Information wo findet, fällt einem diese Umsetzung im späteren Beruf leichter.

Präsentieren

Es gibt kaum einen Beruf, in dem man nicht in die Situation kommt, jemandem etwas zu präsentieren. Ob vor zwei oder zehn Leuten, spielt dabei keine Rolle. Als Student haben sie bestimmt mehrere Präsentationen abhalten müssen, teilweise Referate oder aber auch eigenständige Unterrichte geführt. Wofür manch Außenstehender extra „Präsentationskurse“ belegen muss, wird einem dies als Student sozusagen in die Wiege gelegt.

Teamwork

Nicht nur in der Schule beliebt, auch an der Universität zählt man noch auf Gruppenarbeit. So lernt man im Team, eine Problemstellung zu lösen und sich gegenseitig zu unterstützen. Aufgaben werden aufgeteilt und jeder kann etwas zum großen Ganzen beitragen. Sind Sie kein Teamplayer, wird es in der Arbeitswelt schlecht für Sie aussehen. Im heutigen transparenten Berufsleben steht „Teamspirit“ ganz weit oben.

Engagement

Werden Sie Mitglied der Fachschaft, unterstützen Sie Projekte Ihrer Uni oder arbeiten Sie als Hilfskraft in Ihrem Institut. All diese Tätigkeiten wird man Ihnen später hoch anrechnen. Sie unterstreichen Ihr Engagement. Auch aus eigenem Interesse werden diese Erfahrungen Ihren Horizont erweitern.

Sprachkurse

Viel Universitäten bieten kostenlose Sprachkurse für ihre Studenten an. Nutzen sie dieses Angebot. Es geht nicht darum, zehn neue Sprachen zu lernen. Aber vielleicht ein bis zwei, für die sie sich schon immer interessiert haben. Alle zusätzlichen Fremdsprachenkenntnisse werden im Job gerne gesehen. Falls man in einem internationalen Unternehmen arbeiten möchte, dann sind meist zwei Fremdsprachen ein Muss.

Nebenjob

Fast jeder Student arbeitet neben dem Studium, um sich etwas Geld dazu zu verdienen. Egal ob man kellnert oder bei der Bank arbeitet. Die Nebenjobs ermöglichen Ihnen die ersten Einblicke in die Arbeitswelt. Auch hier übernehmen Sie Verantwortung und lernen das Arbeiten in einem Team. Wenn man bestenfalls eine Nebentätigkeit findet, die zum eigenen Studium passt, hat man oft die Chance sich zu beweisen und kann nach dem Studium auf einen Einstieg hoffen.

Umgang mit Führungskräften

Absolventen machen sich im Vorhinein viele Gedanken darüber, wie man sich am besten gegenüber Vorgesetzten verhält. Dabei haben sie bestimmt schon als Student gelernt, mit Führungskräften, wie Professoren, umzugehen. Ob in den Sprechstunden, den Vorlesungen oder beim Verfassen von E-Mails an Ihren Professor - all das ähnelt dem Umgang mit Vorgesetzten und Führungskräften.

Fazit - Wissen bleibt Erfahrung

Auch wenn Sie sich kurz vor Ende Ihres Studiums fragen, ob das überhaupt das richtige Fachgebiet ist und ob Ihr Studium rund um erfolgreich war - dann können sie mit Sicherheit sagen „Ja!“ Denn egal welches Wissen man sich angeeignet hat, es bringt einen immer voran. Heutzutage gibt es viele neue Berufsrichtungen und auch als Quereinsteiger hat man viele Chancen. Denn das Studium ist nicht nur eine Ausbildungsmöglichkeit. Das Studium ist eine Lebenserfahrung, ein Lebensabschnitt in dem Sie eine Menge lernen.